Über eine Domäne des Machens

Rüdiger Joppien hat in seiner Festansprache zum Hessischen Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk 2011 eine spannende Analyse des Kunsthandwerks vorgetragen. Seine Gedanken möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

"...ich danke der Frankfurter Messe‐Gesellschaft für die Einladung, zu Ihnen zu sprechen. Bis vor kurzem habe ich viele Jahre auf dem Gebiet der angewandten Kunst gearbeitet und dabei natürlich auch immer die Frankfurter Messe im Blick gehabt. Jedes Jahr gab es die spannende Frage: wer hat den Hessischen Staatspreis gewonnen? Dieser gilt ja seit seiner Gründung 1951 als eine der begehrtesten Auszeichnungen des deutschen Kunsthandwerks überhaupt; stets war er mit einer ansehnlichen finanziellen Anerkennung verbunden

Die Reihe der Preisträger ist so illuster, dass aus ihr leicht eine „Hall of Fame" des deutschen Kunsthandwerks der letzten 60 Jahre zusammen zu stellen wäre.

Sie alle, meine sehr geehrten Damen und Herren, wissen, dass das deutsche Kunsthandwerk gute und schlechte Jahre erlebt hat, sich aber gleichwohl immer zu behaupten wusste. Zeiten, wie die späten 70er Jahre, an die ich mich gut erinnere, als die Keramik‐ und Glassammler unterwegs waren und sich untereinander in den damals noch existierenden Galerien die „Beute" streitig machten, sind leider vorbei. Nachfolgend erlebten wir harte Diskussionen zwischen Kunsthandwerk und Design. ...weiter

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